HONORAR

Unser wichtigstes Ziel ist es, unserer Mandantschaft ein Gesamtpaktet an Dienstleistungen anzubieten, um einen fairen Prozess zu ermöglichen.

Die anfallenden Honorarkosten sollen für beide Seiten fair und angemessen sein. Jedes Abrechnungssystem hat aber auch einige Nachteile. Um unsere Honorarforderung zu sichern, erheben wir grundsätzlich einen Vorschuss, der vor Beginn unserer Tätigkeit zu entrichten ist. In einem Erstgespräch haben wir dann bereits die Möglichkeiten ausgelotet, wie eine erfolgversprechende Verteidigung oder Vertretung aussehen kann.

Welche Abrechnungsmöglichkeiten gibt es?

– nach den gesetzlichen Gebührensätzen,
– nach der jeweils angefallenen Arbeitszeit (Zeithonorar),
– durch eine pauschale Vergütungsvereinbarung oder als
– Sonderfall: Pflichtverteidigung.

Abrechnung nach den gesetzlichen Gebührensätzen

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) mitsamt dem Vergütungsverzeichnis (VV) berechnet das Honorar eines Rechtsanwalts grundsätzlich nach dem Gegenstandsstreitwert.

Das führt häufig dazu, dass sich viele Rechtsanwälte für ihre Mandantschaft meist nur sehr wenig Zeit nehmen und das Gespräch schnell versuchen „abzuwürgen“ – egal, ob am Telefon oder im persönlichen Gespräch. Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt. Hierbei gilt der Grundsatz Quantität statt Qualität! Das entspricht jedoch nicht unserer Arbeitsphilosophie, da eine Mandantin oder ein Mandant nur nach guter, umfassender und transparenter Beratung alle ihre oder seine Möglichkeiten kennt und danach frei entscheiden kann.

Vereinbarung eines Zeithonorar

Das Konsultieren eines Anwalts ist Vertrauenssache! Wir bearbeiten unsere Fälle nicht wie am Fließband, sondern nehmen uns individuell Zeit, um „das Beste“ für unsere Mandantschaft zu erreichen. Meist steht bei einem Prozess „viel auf dem Spiel“ – eine schlechte Beratung ist daher die teuerste Beratung!

Gelegentlich gibt es Mandantinnen und Mandanten, die befürchten, der Anwalt könnte versuchen, abstruse Arbeitszeiten abzurechnen. Abgesehen davon, dass wir uns als Rechtsanwälte dadurch selbst strafbar machen würden, dokumentieren wir jeden Zeitabschnitt transparent und minutengenau mit einer detaillierten Beschreibung der ausgeführten Tätigkeit. Die Höhe des Stundensatzes ist abhängig von der Art und Schwierigkeit des jeweiligen Falles, sowie den individuellen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen unserer Mandantschaft.

Die Möglichkeit einer Ratenzahlung besteht immer.

Fairness ist keine Einbahnstraße, sondern ein Zwei-Wege-Weg!

Welche Abrechnung ist vorzugswürdiger?

Die Abrechnung nach Gebührensätzen wird zwar in den meisten Fällen günstiger sein, aber günstig heißt nicht immer gleich gut.

Die Abrechnung nach Zeitaufwand nimmt dagegen Rücksicht darauf, welche Werte für die Mandantin bzw. den Mandanten auf dem Spiel stehen. Jeder Rechtsanwalt arbeitet motivierter, wenn er für seine Beratung auch entlohnt wird:

Für uns sind Sie nicht nur eine wahllose Nummer in irgendeinem System, sondern immer noch ein Mensch, mit eigener Persönlichkeit. Deshalb ist es ein Herzenswunsch von uns, unsere Mandantinnen und Mandanten persönlich kennen zu lernen, um somit effektiver auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Nur wenn man über Probleme spricht, kann man auch eine Lösung finden.

Sie sind unschuldig und sollen auch noch einen Anwalt bezahlen?

Die Kosten Ihrer Verteidigung müssen Sie zunächst einmal vorstrecken, wobei diese im Falle eines Freispruchs dann durch die Staatskasse erstattet werden, beziehungsweise im Falle eines Zivilprozesses grundsätzlich von der Gegenpartei zu tragen sind. Dies betrifft allerdings nur die gesetzlichen Gebühren – die darüberhinausgehenden Honorare werden bei einem Freispruch/Urteil regelmäßig nicht erstattet.

Ausnahmefall Pflichtverteidigung

Einen Sonderfall der Honorarabrechnung bilden die Fälle notwendiger Verteidigung, die wir in geeigneten Fällen als Pflichtverteidiger ebenfalls zu übernehmen bereit sind. Zwar wird der Pflichtverteidiger ebenfalls nach der Gebührenordnung (RVG) entlohnt, jedoch liegen die Gebühren hier deutlich niedriger als bei einer Wahlverteidigung.

Die Kosten für den Pflichtverteidiger und das Strafverfahren insgesamt fallen bei einem Freispruch der Staatskasse zur Last. Im Fall der Verurteilung, muss der Angeklagte die Verfahrenskosten einschließlich der Gebühren für den Pflichtverteidiger dagegen selbst zahlen. Wenn ihm dies aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sein sollte, kann er mit dem Gericht vereinbaren, die Kosten in Raten zu begleichen.

Im Übrigen gibt es im Strafrecht keine Prozesskostenhilfe, wie im Zivilrecht, und auch die üblichen Rechtsschutzversicherungen zahlen bis auf wenige Ausnahmen nicht. Ob der Beschuldigte ausreichend Geld hat, einen Anwalt zu bezahlen, spielt grundsätzlich keine Rolle. Notfalls müsste sich der Angeklagte selbst vor Gericht verteidigen.

Ob ein Fall der Pflichtverteidigung vorliegt, können Sie gern mit uns in einem persönlichen Gespräch abklären.

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